Die "MITMACH-WERKSTATT"
im
AICARA - PERMAKULTUR - GARTENPARADIES
Schau mal auf www.youtube.com Dort findest du unsere Dia-Videos.
Ein Gartenjahr auf AICARA:
Im Frühling
Für mich persönlich fängt das neue Gartenjahr an, wenn meine ganz persönliche Frühlings-Zeigerpflanze - der Löwenzahn - seinen Winterschlaf beendet und die neue Rosette aus dem Boden sprießt.
Liebe Natur- und Gartenfreunde. Auf dieser Seite (mit der dazu gehörenden Unterseite) möchte ich euch meine (unsere) grüne Philosophie - und die aktuellen Tätigkeiten auf dem Weg zum para- diesischen Ziel - vorstellen.
Wie auch im Bereich des Barfußparadieses werde ich mit Text(en), dazu gehörenden Bildern und Videos auf www.you-tube.com versuchen, euch vieles von dem zu zeigen und zu erklären, was und wie wir so "beackern" und in unserer Permakultur-"Mitmach"-Werkstatt "basteln", "köcheln" und "brutzeln". Gerne könnt ihr mir (uns) dabei über die Schulter schauen oder selber aktiv tätig werden. Nähere Informationen zu den einzelnen Aktivitäten und Aktionsangeboten findet ihr, wenn ihr weiter lest.
Ziel unser aller Schaffens ist es, der Natur dabei behilflich zu sein, aus diesem Hofgelände wieder ein arten- und sortenreiches Paradies zu schaffen; einen Kraftort, dessen Berufung es sein soll, nicht nur für uns sondern auch für Menschen von Nah und Fern, für die Tiere, für die Pflanzenwelt und für alle anderen Naturwesen ein Ort der naturnahen Begegnung zu sein.
Im Sommer
Johanniskraut Schmetterlingsstrauch Roter Sonnenhut
Auf dem Gelände blüht den Sommer hindurch immer irgendwo eine heilende und auch andere Pflanzen.
Rückblick:
Als wir im Herbst 2003 das Hofgelände übernahmen, gab es hier nur eine einzige riesig große Weidefläche: absolute Monokultur auf 4 ha Land. Im Frühjahr 2004 startete ich dann die ersten Aktivitäten, die Artenvielfalt wieder zu fördern.
In wie weit wir in den letzten Jahren vorangekommen sind, das zeigen euch die Bilder überall.
Das AICARA - Hofgelände und unser Permakultur - Ziel:
Das Hofgelände, auf dem wir werkeln, ist nicht mit einem "normalen Heilpflanzengarten" zu vergleichen. Denn unser Herzensziel ist es, aus der geordneten Monotonie der ehemalig landwirtschaftlich bewirtschafteten Fläche wieder ein wildes und ungezähmtes, sich möglichst selbst regulierendes Naturparadies zu schaffen. "Ordnung" nach menschlichem Verständnis soll hier auf dem AICARA Gelände zugunsten einer natürlichen Ordnung weichen dürfen. Ein weiteres Ziel ist es, sich trotz des möglichst geringen menschlichen Arbeitseinsatzes, auf Dauer von der Natur reich beschenken zu lassen, sei es an Gemüse, an Obst, an Wildgemüse, Kräutern, Heilpflanzen, Blumen, ... . Ein Leben wie in einem Paradies - so soll es werden: für uns selber, für all unsere Besucher, für alle Tiere und Naturwesen, ...
Dieses Ziel verwirklichen wir mit Hilfe der Prinzipien aus der Permakultur. Wir versuchen, uns die erkennbar gewordenen Naturprinzipien zunutze zu machen und auf unsere Wünsche, Visionen, Teilziele und das Endziel zu übertragen. Eine große Hilfe, denn durch stetiges und aufmerksames Beobachten des Lehrmeisters Natur, experimentieren und recherchieren, erweitert sich stetig unsere praktische Erfahrung und somit steigt der Erfolg. Die Monotonie der ehemaligen Landwirtschaft schwindet und die Arten- und Sortenvielfalt hält langsam wieder Einzug.
Einen ganz besonderen Dank in diese Richtung möchte ich hier an Sepp Holzer (mit seiner Holzerschen Permakultur) vom Krameterhof in Österreich, an Dr. Wolf-Dieter Storl, an Tom Brown Jr. aus den USA und an Susanne Fischer-Rizzi richten, durch deren Wissensvermittlung ihrer Lebenserkenntnisse auch mein / unser Leben bereichert wird. Nicht zuletzt haben wir auch durch sie bewusster eine Rückanbindung an die ursprüngliche Natur erfahren dürfen und vor allen Dingen dadurch den "Mut" entwickelt, mit der alt eingesessenen Verfahrensweise des "sauberen Gärtnerns" zu brechen und eigene Wege zu gehen.

Zum aktuellen Stand auf dem AICARA Hofgelände:
Weiden und Wege: Einen Teil der Gesamtfläche haben wir schon mit marsischer Energie in Angriff genommen. Ein großer Bereich der ursprünglich monoton großen Weidefläche ist bereits unterteilt, da kleinere Weideflächen vielseitiger nutzbar sind. Zwischen diesen neuen kleineren Weiden verlaufen nun breite miteinander verbundene Wege, die eingeebnet und rechts und links mit Wild- und Heilpflanzen oder mit Schatten spendenden und später Holz liefernden Bäumen, Obstbäumen und Sträuchern bepflanzt sind oder noch werden.
Damit die Wege unseren Tierschutz- und anderen Tieren (unseren Naturgeschwistern) als Weidefläche nicht verloren geht, beweiden sie als unsere "tierischen Gehilfen" diese Bereiche und ersparen uns somit ein Grasmähen und ein sommerliches Zufüttern. Dass sie dabei auch einiges an Sträuchern abknabbern und teilweise sogar irreparabel zerstören, nehmen wir nach dem Motto "wo gehobelt wird fallen auch Späne" in Kauf. Da in allen Pflanzen, in jederm Strauch oder in jedem Baum heilende Stoffe zu finden sind, brauchen die Tiere diese wohl, wenn sie knabbern. Mal mehr, mal weniger, mal gar nicht. Das hilft ihnen gesund zu bleiben und uns erspart es sicherlich so manch einen Tierarztbesuch.
Wegbereiche nehmen also nichts an Weidefläche weg, sondern sind Grundstücksbereiche, die nun mehrfach genutzt werden können, denn nun gibt es hier auch Platz für die Möglichkeit eines Picknicks und diverser Bewegungsaktivitäten für uns Menschen.
Obstlandschaft: Das Hofgelände soll zu einer kleinen Obstlandschaft - einer Naschlandschaft - werden. Deshalb legen wir vermehrt Wert darauf, viele Obstbäume und Obststräucher zu pflanzen. Sie sollen uns, und unseren Besuchern mit ihren Kindern und natürlich auch allen Tieren von Jahr zu Jahr viele Äpfel, Birnen, Kirschen, schwarze und rote Johannesbeeren und auch verschiedenes urbelassenes Wildobst schenken. Wir haben unter anderem auch schwarze Maulbeeren, Goji- und Aroniabeeren-sträucher gepflanzt.
Arten- und Sortenvielfalt: Permakulturell tätig zu sein bedeutet unter anderem, so naturnah zu arbeiten als möglich. In dem wir so wenig als möglich aber doch so viel als nötig in den natürlichen Schöpfungsprozess eingreifen und somit vieles einfach wachsen lassen, was in einem "gepflegten Garten" schon längst aus dem Boden gerissen würde, trägt auf Dauer seine Früchte: Wir laden dadurch eine Vielzahl an wilden aber auch durch Menschenhand gezähmt-gezüchteten (Heil-)Pflanzen und Tiere ein, dauerhaft auf diesem Fleckchen unserer Erde zu verweilen. Ziel ist die Entwicklung einer Biodiversität, die durch eine große und miteinander vermischt wachsenden Arten- und Sortenvielfalt eine Vielfalt an Ökosystemen entwickelt. Das wir auf dem richtigen Weg sind zeigt uns, dass sich Jahr für Jahr immer mehr Schmetterlinge einfinden, die Grillen in ihrer Vielfalt immer lauter und harmonischer um die Wette zirpen, immer mehr Hummeln summen und sich immer mehr blattlausfressende Marienkäfer tummeln. ...
Wie ich auf die Idee kam, nach den Prinzipien der Permakultur zu gärtnern, statt nach den Methoden des heute modernen "sauberen" Gartenbaus, in der ich aufgewachsen bin:
Ich habe erkannt, dass "big mama nature" ständig viel stärker und schneller aktiv tätig ist als "big mama Birgit und mama Sabrina" es jemals sein können. Ich hatte immer öfter das Gefühl, dass "big mama nature" sich über uns lustig macht und ich begann mich irgendwann entnervt: zu fragen: "Was machen wir hier eigentlich? Warum arbeiten wir ständig gegen statt mit der Natur?" Ich erkannte, dass ein großer Anteil unserer immer wieder erneut eingesetzten Energie alles ordentlich zu halten (weil man das eben so macht, damit es für andere Leute sauber aussieht), Ietztendlich sinnlos vergeudet und die Resultate sogar zu unserem gesundheitlichen Nachteil waren.
Durch das stetige Beikraut jäten und abräumen waren die Böden "nackt", laugten und trockneten schneller aus. Dadurch mußte ich öfter und länger wässern, denn der nackte Boden nahm das Wasser kaum auf. Da ich die ausgelaugten Böden aber nie chemisch beidüngte, wuchs das Gemüse natürlich auch nicht in dem vollen Ausmaß wie in von Menschenhand gedüngten Gärten. Ich verlor die Lust an einem "Gemüse"-Garten und kaufte wieder im Laden ein.
Die Natur kümmerte es nicht, was wir machten und was wir nicht machten. Sie wirkte nach wie vor nach ihren eigenen Prinzipien. Schnell war das Beikraut immer wieder nachgewachsen.
Irgendwann begann ich mich zu fragen, warum die Natur uns so reichlich mit diesen Kräutern beschenkt. Nichts müssen wir Menschen dafür tun. Alles wächst von alleine. In meinen Gedanken stiegen irgendwann folgende Bibelworte auf: "Sehet die Raben - sie säen nicht, sie ernten nicht, sie lagern nicht ein - und Gott ernährt sie doch." Konnte es sein, dass diese Kräuter uns ernähren sollen? Dass diese Kräuter eine wichtige Quelle zur Gesunderhaltung von Mensch und Tier sind?
Als ich meine Heilpraktikerausbildung machte, den dazugehörenden Phytotherapiekurs belegte, in Fachbüchern nachlas oder im Internet recherchierte erfuhr ich vieles über Heilkräuter, und ihre medizinischen Wirkstoffe. Dass in Wildkräutern, die auf ungedüngten Flächen und wild durcheinander in freier Natur stehend wachsen dürfen, auch ein Vielfaches an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen zu finden ist., dass ist mir damals wohl entgangen.
Wildkräuter ernähren den Menschen und die Tiere in wunderbarer Weise, ohne dass der Mensch etwas dafür tun muss. Wie es schon in der Bibel steht, braucht auch er nicht zu säen, nicht zu pflegen, nicht alles gleichzeitig abzuernten. Trotzdem ist immer genügend vorhanden. Einige wachsen selbst im Winter unter einer Schneedecke weiter. Der Mensch muss nur eines tun: Er muss lernen, das Wirken der Natur wieder zuzulassen. Der Mensch muss sich mit der Natur rückverbinden, muß ihre "göttlichen" Prinzipien wieder anerkennen und die Natur walten lassen ohne selber dauernd einzugreifen.
Ich (wir) sind in die Demut gegangen und wir sind seit dieser Einsicht nur noch ganz gezielt tätig. Wir greifen ein, wenn es uns wirklich erforderlich erscheint. Wir versuchen, seither stetig mit der Natur zu arbeiten und nicht mehr gegen sie und wir versuchen stetig, diese Arbeiten so einfach und leicht als möglich zu halten. Zu diesem Zweck bedienen wir uns der Tipps und Tricks aus der Permakultur. Die Folge dieses Vorgehens ist, dass in manchen Bereichen das Gelände naturnah "wild" erscheint und keinem "normalen" Hausgarten oder Cottage - Garten ähnelt.

Beispiel für naturnahe Gestaltung: Die frisch aufgestapelte Benjeshecke (hier hat sie ihre endgültige Höhe noch nicht erreicht) wird, wenn sie bepflanzt ist, ein Bildnis urwüchsiger Natur sein: paradiesisch schön, aber für unser "anerzogenes" menschliches Empfinden oft ungewohnt unordentlich. Hier dürfen nach permakulturellen Prinzipien alle Pflanzen, auch so genanntes "Unkraut", erst einmal miteinander wachsen so wie es gerade gefällt. Das AICARA Hofgelände entspricht deshalb schon alleine genau dem Gegenteil eines sauberen und unkrautfreien Gartens, an dessen Anblick wir Menschen seit Generationen gewöhnt sind.
Viel Einsatz liegt noch vor uns, aber nach und nach wird in einigen Jahren die weitreichende Monokultur des ehemalig landwirtschaftlichen Betriebes durch sinnvolle Aufteilung aufgehoben sein und das Hofgelände wird sich in ein wunderschönes artenreiches und naturnahes Paradies gewandelt haben, das sich vielseitig nutzen lässt. Das ist unser Ziel.
Wie viele Heilkräuter und andere Pflanzen hier letztendlich einmal ihr "zu Hause" finden werden, das wissen wir nicht, denn wir hier auf AICARA haben nicht die Zeit (und auch nicht die Lust), alle bisher angesiedelten namentlich und schriftlich festzuhalten und niemand weiß, wie viele sich auf Dauer noch dazu gesellen werden. Menschen, die diese Aufgabe übernehmen möchten, sind herzlich willkommen.
Weiter geht es im Gartenjahr - es fehlen noch Eindrücke vom Herbst und vom Winter:
Ein goldener Oktober im Herbst
Fallobst Eberesche Gartenprimeln
Birke hellblaue Astern Hagebutte der Heckenrose
Sonnenhut pink-farbene Astern Apfel im Laub
weiße Astern (gefüllt) Pilze am Totholzstamm Weide im Oktoberkleid
Impressionen des Winters
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Interesse an Themen und Terminen für eine Teilnahme in der "Permakultur-Mitmachwerkstatt" findet ihr unter: Termine
Interesse an weiteren Informationen über die Prinzipien der Permakultur findet ihr unter: Prinzipien der Permakultur
PROJEKTARBEITEN der "Mitmach-Gartenwerkstatt" :
Ein jeder naturverbundene Mensch ist herzlich eingeladen, sich an der Gestaltung des Hofgeländes und an seiner naturnahen Pflege zu beteiligen. Sie können sich gerne zu uns in unsere "Mitmach-Werkstatt" gesellen. Wenn Sie Interesse daran haben, schicken Sie mir einfach eine email unter: birgit.holloh@aicara.com oder nutzen Sie das Kontaktformular.
Den Zeitplan zur Durchführung größerer Aktivitäten finden Sie unter der Rubrik Termine. Wir bieten auch die Mithilfe bei diversen laufenden Aktivitäten an. Zum Beispiel müssen noch mehr Kräuter- und Pflanzenbereiche in den verschiedensten Ausführungen angelegt werden, kleine natürliche Wasserstellen / Viehtränkbereiche auf den Weiden sollen noch entstehen. Verweilplätze müssen eingerichtet werden, ebenso verschiedene bepflanzbare Hügelbeete zur Komposterstellung: die etwas andere Art eines Komposthaufens. Natürlich, das Wichtigste darf nicht vergessen werden, die laufenden Arbeiten quer durchs Jahr: säen, pflanzen und umpflanzen, jäten, mähen ... Wer also Freude am friedlichen Werkeln in freier Natur hat, der ist herzlich eingeladen sich helfend zu uns in unsere Runde zu gesellen.
z. B.: Jungpflanzen ziehen z. B.: Kindertippis aus Weidensteckern setzen
So können auch Sie das Heilpflanzenparadies und die "Mitmach"-Werkstatt unterstützen:
Wir bemühen uns um Arten- und Sortenvielfalt. Wenn Sie in Ihrem Garten Staudenteilstücke übrig haben oder sogar junge Obstbäume und Wild- und Obststräucher ..., wir würden uns sehr über diese Gaben freuen, denn wir müssen noch mehrere hundert Meter durch Naturhecken abgrenzen.
Die freundlichen Helfer der Geländewerkstatt benötigen natürlich auch entsprechende Arbeitsgeräte und Werkzeuge, damit sie mit viel Spaß Hand anlegen können. Daher freuen wir uns riesig über gesponsorte Arbeitsgeräte, insbesondere Schubkarren, Grabegabeln, Spaten, Harken, Hacken usw . Wir danken herzlich dafür. Ebenso hat vielleicht ein Freund und Helfer Erbarmen mit unser aller Handarbeit und verhilft uns zu einem Einachser, Mähbalken oder etwas größerem Gerät.
Im Frühjahr und im Herbst ist Pflanzzeit. Wenn Sie uns einige Pflanzen spenden möchten, dann freuen wir uns sehr über einen Pflanzgutschein der Internetbaumschule Eggert. Sie können diese Gutscheine bestellen unter: www.baumschule-eggert.de Nutzen Sie doch einfach einmal diese Variante des Wertausgleichs für einen der angebotenen Workshops. Das würde uns sehr freuen.
Bei allen Menschen, die unser Heilpflanzen-Paradies unterstützen, möchten wir uns für diese Unterstützung herzlich bedanken.
Hier geht es zum Gästebuch. Wir freuen uns über einen Eintrag!






















